Illegaler Handel mit Tiger-Produkten gefährdet Existenz dieser Tiere

Natur & Biodiversität

Studie: Mehr als 1.000 Tiger wurden in den letzten 10 Jahren illegal abgeschlachtet.

„Reduced to Skin and Bones“, eine Studie der Organisation Traffic International, die den illegalen Handel mit Tieren überwacht, zeigt auf, dass in den letzten zehn Jahren mehr als 1.000 Tiger illegal abgeschlachtet wurden, damit ihr Fell sowie ihre Knochen und Krallen als Souvenirs an Sammler und Touristen verkauft werden können. Vor allem in Asien besteht auch große Nachfrage an Tiger-Produkten für die Herstellung traditioneller Heilmittel.

Tiger sind eine stark gefährdete Art, nur mehr rund 3.500 Tiere leben weltweit in freier Natur, die Hälfte davon in Indien. Im letzten Jahrhundert wurden zirka 100.000 Tiger getötet, die Tiere stehen heute unter strengem Artenschutz.
Trotz Anstrengungen der internationalen Staatenwelt kann das Problem des Wilderns jedoch nicht in den Griff bekommen werden, wie die Studie aufzeigt. Traffic International fordert strengere Maßnahmen zum Schutz von Tigern sowie eine schärfere Bestrafung der Wilderer.

BBC News Science & Environment (en)
Traffic International (en)
Reduced to Skin and Bones (en, pdf)