Impact-Assessment: EU-Agrotreibstoffziel stört Agrarmärkte nicht

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz, Klima & Energie, Verkehr & Luft & Industrie

Das EU-Agrotreibstoffziel (10 % Beimengung bis 2020) kann "nachhaltig" erreicht werden, ohne die heimischen Nahrungs- und Futtermittelmärkte oder die Märkte für andere agrarische Produkte zu stören. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle 10-seitige Folgenabschätzungsprüfung der GD Landwirtschaft der Europäischen Kommission.

Grundannahmen dafür sind:
- Aufgabe der Bracheflächen (dann kann ohne erhöhte Pestizid- und Düngemittelnutzung ausgekommen werden). Umweltorganisationen lehnen diese Aufgabe der Bracheflächen wegen der Auswirkungen auf die Natur aber ab.
- Importe in der Höhe von 20 % des Bedarfs
- große Fortschritte bei den Agrotreibstoffen der zweiten Generation, die bis 2020 30 % des Marktes ausmachen sollen; gelingt dies nicht, müssten die Importe entsprechend steigen.

Die Preise für Getreide, so die Studie, würden durch die Agrotreibstoffproduktion bis 2020 um 3-6 % steigen.

Folgenabschätzungsprüfung (en pdf 317kb)