Indien lehnt Verknüpfung von Klimaschutz und Bevölkerungswachstum ab

Indiens Umweltminister Jairam Ramesh hat Überlegungen zurückgewiesen, Indien und andere Entwicklungsländer mit Hinweis auf ihr starkes Bevölkerungswachstums zu einem verpflichtenden Emissionsreduktionsziel zu zwingen.

Die Bevölkerungspolitik Indiens war von US-Diplomaten während eines Besuchs von US-Außenministerin Hillary Clinton in Neu Delhi angesprochen worden. „Für uns geht es ums Überleben, während es für viele Bewohner entwickelter Länder darum geht, das Drittauto aufzugeben“, so Ramesh, der die Debatte „heuchlerisch“ nannte. Nach dem derzeitigen Entwicklungsstand sollte Indien keinen verpflichtenden Reduktionszielen zustimmen, so Ramesh.

Die Bevölkerung Indiens wird nach Schätzungen der UNO von derzeit 1 Milliarde auf 1,7 Milliarden bis 2050 wachsen. Indien ist der fünftgrößte Emittent von Treibhausgasemissionen, die Emissionen pro Einwohner betragen aber nur ein Zwanzigstel der Emissionen der Vereinigten Staaten.

Artikel Guardian