Indische Regierung will Monsantos Lizenzgebühren kappen
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Die indische Regierung will die bisher staatlich festgelegten Lizenzgebühren des Konzerns Monsanto für Gentech-Baumwoll-Saatgut kappen, berichtet die Internet-Plattform „Genfood? Nein Danke!“.„Bisher konnte der Gentechnik-Konzern-Monsanto staatlich festgelegte Lizenzgebühren kassieren, sobald sein indischer Partner Mahyco Saatgut für Bt-Baumwolle an einen Bauern verkaufte. Doch diese Geldquelle droht auszutrocknen.“ Schuld daran seien die drastischen Ernteverluste, die indische Bauern mit dem genmanipulierten Saatgut erlitten.
Als Reaktion darauf kürzte die indische Zentralregierung die Lizenzgebühren „um 70 Prozent und fror zudem den Preis für das Saatgut ein, auf 800 Rupien für 450 Gramm (gut 10 Euro)“, berichtet „Genfood? Nein Danke!“. „Der Bundesstaat Andhra Pradesh forderte, die Lizenzgebühr ganz zu streichen. Monsanto kündigte an, es werde sein Indien-Geschäft überprüfen müssen und beklagte die willkürlichen und innovationsfeindlichen Regelungen. Der indische Landwirtschaftsminister gab zurück, Monsanto sei frei, das Land zu verlassen, wenn es die Saatgutpreise nicht akzeptieren wolle. Doch vorerst zog der Konzern nur vor Gericht“.
Genfood? Nein Danke!: Schlechte Ernte in Indien: Regierung will Monsantos Lizenzgebühren kappen