Industrie gegen EU-Pläne zur Emissionssenkung bei LKW

30. Aug 18

Die Europäischen Kommission schlägt vor, die CO2-Emissionen von LKW bis 2025 um 15 Prozent zu senken. Der Branchenverband ACEA hält dies für zu ehrgeizig und bezeichnet ein Ziel von sieben Prozent angesichts der derzeit verfügbaren Technologien als „realistischer“.

Die vorgeschlagene Senkung um 15 Prozent ist Teil eines zweistufigen Plans, der bis 2030 ist ein Ziel von 30 Prozent CO2-Reduktion bei LKW vorsieht. „Alle Sektoren müssen dazu beitragen, unsere Klimaschutzverpflichtungen im Rahmen des Pariser Abkommens zu erfüllen,“ so Klima-Kommissar Miguel Arias Cañete bei der Vorstellung der Pläne im Mai.

Zwar unterstützt die ACEA den stufenweisen Vorschlag, allerdings müsse das Ziel sowohl für 2025 als auch für 2030 nach unten korrigiert werden. „Nach dem heutigen Stand von Markt und Technik würde eine siebenprozentige CO2-Reduktion bis 2025 die richtige Balance zwischen ehrgeizig und realistisch bedeuten,“ so der Verband in einem nun vorgestellten Positionspapier. Bis 2030 sollen die Emissionen demnach um nur 16 Prozent reduziert werden, etwas mehr als die Hälfte dessen, was die Kommission fordert. Die Industrie zeigte sich außerdem besonders besorgt über die Sanktionen, die gegen die Hersteller vorgesehen sind, falls die CO2-Ziele nicht erreicht werden.

Euractiv: CO2-Limits für Lkw: Industrie weist Kommissionsvorschläge zurück