Informationsdienst Gentechnik: Frankreich geht gegen Glyphosat vor

Chemie & Nanotechnologie

Französische Gartencenter sollen glyphosat-haltige Unkrautvernichter wie "Roundup" nicht mehr frei an PrivatgärtnerInnen verkaufen, berichtet der Informationsdienst Gentechnik.

Ab 2017 sollen Pestizide aus öffentlichen Grünanlagen verbannt werden, ab 2022 sollen Privatleute sie nicht mehr einsetzen dürfen.

"Ich habe die Gartencenter aufgefordert, den freien Verkauf von Roundup einzustellen", sagt die französische Umweltministerin Ségolène Royal. "Laut Website des Ministeriums sieht ein Gesetz vor, dass ab Jänner 2017 keine Pflanzenschutzmittel mehr in öffentlichen Grünanlagen, Wäldern und entlang Promenaden eingesetzt werden dürfen", schreibt der Informationsdienst Gentechnik.

Ab Jänner 2018 soll der Zugang zu Spritzmitteln für Privatpersonen eingeschränkt werden. Sie dürften dann nur noch von "zertifizierten Verkäufern" abgegeben werden, die gleichzeitig über umwelt- und gesundheitsverträglichere Alternativen aufklären sollen, wie das Landwirtschaftsministerium von Royals Ministerkollegen Stéphane Le Foll mitteilte. Ab 2022 ist der Einsatz in Privatgärten dann gesetzlich untersagt.

Der französische Vorstoß folgt auf eine Neueinstufung Glyphosats, dem meist verkauften Herbizid der Welt. Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC hatte das Mittel, das von Monsanto und anderen Agrochemiefirmen vertrieben wird, im März 2015 als "wahrscheinlich krebserregend für Menschen" eingestuft.

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