Informationsdienst Gentechnik: Fünf weitere Gentech-Pflanzen dürfen importiert werden

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

„Fünf weitere Gentechnik-Pflanzen dürfen wohl bald in die EU importiert werden“, schreibt der Informationsdienst Gentechnik. „Es handelt sich um Soja- und Maispflanzen von Monsanto, Bayer, BASF und Pioneer“.

Am 10. Juni 2014 „trat in Brüssel ein Ausschuss zusammen, in den alle EU-Mitgliedsstaaten ihre Vertreter entsenden. Entscheidungen für oder gegen die Zulassung einer gentechnisch veränderten Pflanze können dort nur mit qualifizierter Mehrheit über 70 Prozent der Stimmen getroffen werden. Das geschieht jedoch fast nie – meist bleibt es bei einem Patt.“ So auch dieses Mal, wie der Informationsdienst von einem Sprecher der EU-Kommission erfuhr: es gab jeweils eine Mehrheit für die Zulassung der fünf Pflanzen, jedoch fehlten noch rund 80 Stimmen oder mehr bis zur qualifizierten Mehrheit.

„Deutschland enthielt sich bei allen Entscheidungen, zusammen mit Italien. Frankreich und Kroatien enthielten sich oder stimmten gegen einzelne Gentech-Pflanzen. Länder wie Polen, Bulgarien, Österreich, Ungarn, Luxemburg und Lettland stimmten in jedem Fall mit „nein“ - während unter anderem die Niederlande, Tschechien, Großbritannien, Spanien und Schweden stets für die Zulassung votierten.“

„Bei den Pflanzen, die die Kommission nun zum Import durchwinken kann, handelt es sich um vier Soja- und eine Maislinie.“ Die Sojasorten MON87708 und MON87705 stammen vom US-Agrochemiekonzern Monsanto. Eine weitere Sorte ist Soja 305423 von Dupont-Pioneer. Die vierte gentechnisch veränderte Sojalinie stammt von BASF: BPS-CV127-9. Die Maislinie T25 stammt von Bayer Cropscience. T25 durfte auch bisher schon importiert werden, nun wird die Genehmigung laut Angaben des Informationsdienstes Gentechnik um 10 Jahre verlängert.

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