Intensive Landwirtschaft verschlechtert Klimabilanz
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Eine europäische Forschungsgruppe des Max-Planck-Instituts kommt zu dem Schluss, dass intensive Landwirtschaft in der EU so viel Klima schädigende Stickoxide und Methan frei setzt, dass die positiven Effekte von Wäldern, Grasland und Torfmooren als Kohlenstoff-Speicher aufgehoben werden."Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir Land anders als bislang nutzen müssen, wenn die europäische Landschaft dazu beitragen soll, die globale Erwärmung abzuschwächen. Methan und Stickoxide sind derart starke Treibhausgase, dass wir eine Bewirtschaftung erreichen müssen, die weniger dieser Treibhausgase freisetzt." So Ernst-Detlef Schulze.
Um zu berechnen, ob die Landschaft Europas Treibhausgase speichert oder freisetzt, haben die Klimaforscher erstmals auch Methan- und Stickoxidemissionen aus der Viehhaltung und der intensiven Landwirtschaft berücksichtigt. Nach den Forschungsergebnissen setzen Wälder, Gras- und Ackerland vor allem in Mitteleuropa unterm Strich mehr Treibhausgase frei als sie speichern. Auf diese Weise nivellieren sie fast völlig den Effekt, den etwa russische Wälder als Kohlendioxidspeicher ausüben.
Ergänzendes Material zum Thema
Originalveröffentlichung E. D. Schulze, S. Luyssaert, P. Ciais, A. Freibauer, I. A. Janssens et al. Importance of methane and nitrous oxide for Europe's terrestrial greenhouse-gas balance Nature Geoscience, 22. November 2009
Weitere Informationen erhalten Sie von Ernst-Detlef Schulze Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena Tel.: +49 3641 576100 oder 01 E-Mail: dschulze@bgc-jena.mpg.de Website