Internationale Energieagentur erwartet 2020 Ölschwemme

21. Juni 19

Es wird erwartet, dass ein langsameres Wachstum der Ölnachfrage im Jahr 2019 zu einer Ölschwemme im kommenden Jahr führen wird. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Energiepreise in Europa haben. 

Auch wenn die jüngsten Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zu einem Anstieg der Ölpreise führen, sind auf dem Markt langfristig eine Verlangsamung der Nachfrage, sinkende Preisen und Überangebot zu beobachten, so ein Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) vom 14. Juni. 

In ihrem monatlichen Ölmarktbericht senkte die IEA ihre Prognose für die globale Ölnachfrage den zweiten Monat in Folge: Von 1,3 Millionen Barrel pro Tag auf 1,2 Millionen Barrel pro Tag. 

Die OECD geht aber davon aus, dass sich das globale BIP-Wachstum bis 2020 auf 3,4  Prozent erholt, vorausgesetzt, dass Handelsstreitigkeiten beigelegt werden und sich das Vertrauen wieder aufbaut. Dies deutet darauf hin, dass sich das globale Wachstum der Ölnachfrage im kommenden Jahr wieder rasant ansteigt – mit entsprechenden negativen Folgen für das Klima.
 

Euractiv: Slumped economic growth will mean oil oversupply next year, IEA says