Internationale Klimaverhandlungen: Der Einfluss der Geografie auf das Ergebnis
Klima & Energie
Die Schwierigkeit bei internationalen Klimaverhandlungen zu einem Ergebnis zu gelangen ist auch auf die Nichtbeachtung geopolitischer Faktoren, also politischer Interessen aufgrund geographischer Gegebenheiten zurückzuführen.Zu diesem Schluss kommt Professor Brahma Chellaney vom Center for Policy Research in New Delhi in seinem wissenschaftlichen Artikel „Confronting the geopolitics of climate change“.
Demnach muss aus den Fehlern der Klimaverhandlungen von Kopenhagen 2009 gelernt werden: Dort wurde erwartet, dass wissenschaftliche Erkenntnisse geopolitische Aspekte übertrumpfen, dies bestätigte sich jedoch nicht. Man brauche also eine verbesserte geopolitische Strategie.
Weitere Lektionen aus Kopenhagen sind laut Chellaney:
- Ein bindendes internationales Übereinkommen wird nur dann zustande kommen, wenn es zuvor einen Deal zwischen China und
den USA gibt.
- Für den nächsten Klimagipfel muss eine realistischere Agenda zusammengestellt werden, bisher wurde ein zu großer
Schwerpunkt auf CO2-Einsparungen gelegt.
Chellaney empfiehlt, die Klimaschutz-Agenda in kleinere Teile zu zerlegen, um zumindest in Teilbereichen Fortschritte zu erzielen. Denn auch ohne ein bindendes Übereinkommen könne viel getan werden. Chellaney nennt hier unter anderem Maßnahmen zur Energieeffizienz, den Stopp der Entwaldung und Technologien zur Kohlenstoffspeicherung.
Artikel auf Europeanvoice (kostenpflichtig, en)
Wikipedia über Professor Chellaney (en)