Internationale Meeresorganisation: Streit um CO2-Reduktion bei Schiffen
Klima & Energie
Abgaben auf Schiffstreibstoffe oder Emissionshandel für Schiffsbetreiber sollten nicht für alle Schiffe gleich gelten, sondern einen Unterschied zwischen Schiffen aus entwickelten Ländern und solchen aus armen Ländern machen. Diese Forderung stellten einige wichtige aufstrebende Ökonomien beim jüngsten Treffen der Internationalen Meeresorganisation IMO (23.-27.6.2008, Oslo).Andere Staaten sind strikt gegen eine solche Aufteilung, dafür gäbe es bei der IMO keine Präzedenzfälle, und es würde auch nur dazu führen, dass Schiffe einfach unter anderer Flagge fahren. 2009 will die IMO bindende Mechanismen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen des Sektors annehmen, vorerst ist die Diskussion aber verfahren, beim nächsten Treffen im Oktober 2008 soll weiterdiskutiert werden.
Aber es wurden auch Fortschritte erzielt: Es gab eine Einigung auf verpflichtende Mindesteffizienzstandards für neue Schiffe, wie streng diese sein werden und wie sie zukünftig verschärft werden sollen, wurde aber bis zum Oktober-Treffen offen gelassen.
Pressemeldung IMO (en)
Hintergrunddokument der IMO (en pdf 27kb)