Internationaler CO2-Handel: UN schließt Bulgarien aus
Klima & Energie
Bulgarien wird aufgrund mangelnder Transparenz und Vertrauenswürdigkeit vom CO2-Emissionshandel nach dem Kyoto-Protokoll ausgeschlossen.Wie die bulgarische Umweltministerin Nona Kardzhova mitteilte, wird Bulgarien ab dem 30. Juni 2010 seine Zulassung für die Teilnahme am CO2-Emissionshandel unter dem Kyoto-Protokoll verlieren. Eine Überprüfung durch die Vereinten Nationen hat ergeben, dass das bulgarische Aufzeichnungssystem für Treibhausgasemissionen nicht transparent und vertrauenswürdig ist, so Kardzhova. Die Umweltministerin beschuldigt die vorherige Regierung und sieht kaum noch Chancen, die Entscheidung rückgängig zu machen.
Zusätzliche Brisanz erhält die Entscheidung, da Bulgarien nach derzeitigem Stand CO2-Zertifikate im Wert von 250 Millionen Euro verkaufen hätte können. Ein Sprecher der Europäischen Kommission meint, dass der Ausschluss nur einen geringen Einfluss auf das europäische Emissionshandelssystem haben wird.