Invasion der Königs-Krabben: Erwärmung der Ozeane bewirkt Ausweitung ihres Lebensraums in flachere Gewässer
Natur & Biodiversität
Königskrabben gewöhnen sich an Temperaturerwärmung der Meere und gefährden dadurch das Ökosystem der Ozeane.Königskrabben mögen es gerne warm: sie leben in Gewässern, in denen die Wassertemperatur generell über 1,4 Grad Celsius liegt; Eine internationale Gruppe von WissenschafterInnen machte bei einer Forschungs-Expedition in die Gewässer der sogenannten Palmer-Tiefe in der Antarktis im März 2010 eine erstaunliche und unerwartete Entdeckung.
Das Kontinentalschelf der Antarktis ist Lebensraum für eine große Zahl an Königskrabben, die WissenschafterInnen schätzen, dass rund 1,5 Millionen Tiere in der Palmer-Tiefe leben. Die WissenschafterInnen glauben, dass sich die Krabben erst seit 30-40 Jahren in der Palmer-Tiefe befinden, und ihr Vorkommen die Erwärmung der Ozeane eindringlich dokumentiert.
Die Tiere leben in mehr als 850 Metern Tiefe und haben in diesem Gebiet das Leben auf dem Meeresboden stark dezimiert. In weniger tiefen Gewässern gäbe es noch eine Vielzahl an Meerestieren und Pflanzen - zum Beispiel Schlangensterne, Seelilien und Seegurken - je tiefer man jedoch auf den Meeresboden vordringt, desto stärker seien die Schäden für das lokale Ökosystem in der Palmer-Tiefe.
Projektleiter Craig Smith von der Universität von Hawaii glaubt, dass eine Erwärmung des Kontinentalschelfs der Antarktis über eine Temperatur von 1,4 Grad Celsius in den nächsten zwei Jahrzehnten durchaus möglich sei, was die Tiere in immer größere Nähe zum Festland bringen würde.
Königskrabben können eine Spannbreite von bis zu einem Meter erreichen, es gibt insgesamt rund 120 unterschiedliche Arten von Königs- oder Steinkrabben.
BBC News: Giant crabs make Antarctic leap (en)
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Wikipedia Kontinentalschelf