IPCC-Klimabericht Teil 3: Bekämpfung des Klimawandels möglich

Klima & Energie

Das UN-Klimapanel IPCC hat am 4.5.2007 seinen dritten Teilbericht zum UN-Klimabericht 2007 vorgelegt. Darin werden viele Technologien untersucht, die zur Kürzung der Treibhausgasemissionen in Frage kommen, es werden aber keine Empfehlungen ausgesprochen. Kernaussage: Die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre kann zu vernünftigen Kosten auf sicherem Niveau konsolidiert werden. Eine Begrenzung des Temperaturanstiegs bis 2050 auf 2 Grad über dem vorindustriellen Niveau erfordert mehr als 50 % Reduktion der heutigen Emissionen. Dieses Szenario kostet bis 2030 weniger als 3 % des gesamten BIP bzw. nur einen Bruchteil des jährlichen Wirtschaftswachstums.

Allerdings sind dazu rasche Maßnahmen nötig. Damit in Low-Carbon-Technologien investiert wird, braucht es einen globalen Kohlenstoffpreis, so das IPCC. Dies könne über Emissionshandel, Kohlenstoffgebühren oder -steuern sowie finanzielle Anreize für Technologiewechsel erreicht werden. Ohne ein Paket von politischen Maßnahmen und Marktkräften werden die nötigen Technologien nicht entwickelt werden, so Rajendra Pachauri, Vorsitzender des IPCC.

Die Europäische Kommission sieht sich durch den Bericht in ihrer Klimapolitik bestätigt, Umweltkommissar Dimas rief die übrige Welt auf, "dem Beispiel Europas zu folgen".
Auch Umweltorganisationen wie FoE oder der WWF sehen sich in ihren Forderungen bestätigt, warnen aber davor, Risikotechnologien wie zB die Atomkraft als Möglichkeit zur Bekämpfung des Klimawandels darzustellen.

IPCC (en)
3. Bericht, summary for policymakers (en pdf 405kb)
Pressemeldung IP/07/610 Kommission (en)
Pressemeldung WWF (en)
Pressemeldung Friends of the Earth (en)