Ist der Gebrauch von Plastikprodukten schädlicher als gedacht?
Chemie & Nanotechnologie
Laut amerikanischen WissenschafterInnen ist der Mensch Bisphenol A in deutlich höheren Dosen ausgesetzt als bisher angenommen.Die in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives veröffentlichte Studie “Similarity of Bisphenol A Pharmacokinetics in Rhesus Monkeys and Mice: Relevance for Human Exposure” deckt auf, dass der menschliche Körper Bisphenol A (BPA) in zu hohen Dosen ausgesetzt ist. "Unsere Daten zeigen, dass der aktuelle Kontakt massiv unterschätzt wird", so Julia Taylor von der University of Missouri. Die ForscherInnen beziehen sich bei ihrer Arbeit auf den von der U.S. Environmental Protection Agency festgelegten kritischen Wert von 50 Mikrogramm BPA pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Bisphenol A (BPA) ist eine chemische Verbindung, die zur Herstellung polymerer Kunststoffe verwendet wird, und die in zahlreiche Gegenstände des täglichen Gebrauchs enthalten ist. Immer mehr Studien deuten jedoch auf gesundheits- und erbgutschädigende Wirkungen dieser chemischen Verbindung hin. So soll ein erhöhter BPA-Spiegel im Blut im Zusammenhang mit Herz-Kreislaufproblemen, fehlender Libido und Fettleibigkeit stehen. Laut Angaben der WissenschafterInnen finden sich bei 90 Prozent der AmerikanerInnen Spuren von BPA im Blut.