Jahresbericht 2013 EU-Lebensmittelsicherheit: RASFF-Schnellwarnsystem

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

Das EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) soll dafür sorgen, dass die Lebensmittelsicherheit in der Europäischen Union gewährleistet wird. Es ist auch ein entscheidendes Instrument zur Rückverfolgung und Marktrücknahme von Erzeugnissen, wenn Betrugsfälle festgestellt werden.

Der am 13. Juni 2014 veröffentlichte Jahresbericht erstreckt sich auf das Jahr 2013, in dem insgesamt 3.205 ursprüngliche Meldungen über das RASFF eingingen, von denen 596 als Warnmeldung, 442 als Informationsmeldung zur Weiterbehandlung, 705 als Informationsmeldung zur Kenntnisnahme und 1.462 als Grenzzurückweisungsmeldung eingestuft wurden.

Aus diesen ursprünglichen Meldungen ergaben sich 5.158 Folgemeldungen. Diese können zu einer Reihe von Maßnahmen führen, darunter Rückruf, Marktrücknahme, Beschlagnahmung oder Vernichtung von Lebensmitteln. Die Gesamtzahl der über das RASFF übermittelten Meldungen sank 2013 um 9 % im Vergleich zu 2012.

Zu den wichtigsten Problemen zählten lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche aufgrund von Hepatitis-A-Viren in Beerenmischungen und Erdbeeren, unerwünschte Reaktionen durch Nahrungsergänzungsmittel mit potenziell gefährlichen Zutaten, Shigatoxin produzierende E-Coli-Bakterien (STEC) in Fleisch und Pestizidrückstände auf Pflanzenerzeugnissen.

Die Kommission entwickelt derzeit ein IT-System zum Lebensmittelbetrug, das sich an das RASFF anlehnt und die Arbeit des vor kurzem geschaffenen Europäischen Netzes gegen Lebensmittelbetrug unterstützen wird. Dieses IT-System soll eine Plattform für die grenzübergreifende administrative Zusammenarbeit der nationalen Behörden bieten, damit sie Informationen über irreführende und betrügerische Geschäftspraktiken im Lebensmittelsektor rasch austauschen und diese grenzübergreifend verfolgen können.

EU-Kommission Pressemitteilung