Jahresbericht über das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel der EU
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Aus einem am Montag veröffentlichten Jahresbericht über das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) der EU geht hervor, „dass 2012 fast die Hälfte der Meldungen Lebens- und Futtermittel betrafen, die an den Grenzen der EU aufgrund des Risikos, das sie für die Lebensmittelsicherheit darstellen, abgewiesen wurden“, zeigt sich die EU-Kommission zufrieden. Das elektronische RASFF-System, wurde vor mehr als 30 Jahren eingerichtet.Im Jahr 2012 verzeichnete das RASFF insgesamt 8.797 Meldungen, 3,9 Prozent weniger als 2011. Davon waren 3.516 Erstmeldungen und 5.281 Folgemeldungen, was einem Rückgang der Erstmeldungen um 7,8 Prozent und der Folgemeldungen um 1,2 Prozent entspricht. Insgesamt 526 Warnmeldungen betrafen laut Angaben der EU-Kommission „schwerwiegende Risiken, die bei auf dem Markt befindlichen Produkten festgestellt wurden“. Das sei „ein deutlicher Rückgang (14 %) gegenüber 2011“.
Von den 3.516 Erstmeldungen betrafen 332 (9,4 %) Futtermittel und 299 (8,5 %) Lebensmittelkontaktmaterialien. 2.885 Erstmeldungen standen in Zusammenhang mit Lebensmitteln.
Österreich meldete 2012 insgesamt 49 Vorfälle an RASFF. Andere Länder machten Meldungen über Produkte, die auch in Österreich vertrieben wurden, z.B. über ein mit Salmonellen verunreinigtes flüssiges Eiweiss-Produkt aus Frankreich, über verseuchte Austern aus Irland oder über mit Histaminen verunreinigte Tuna-Steaks aus Vietnam.