JapanerInnen setzen Abschlachtung von Delfinen fort
Natur & Biodiversität
Trotz weltweiter Proteste haben JapanerInnen im Walfangdorf Taiji Anfang September wieder mit dem alljährlichen Abschlachten von Delfinen begonnen.Der amerikanische Taucher und Unterwasserfotograf Louie Psihoyos hat in seinem mit einem Oskar gekrönten Dokumentarfilm „Die Bucht“ der Weltöffentlichkeit das Gemetzel an unzähligen Delphinen mit Hilfe versteckter Kameras vor Augen geführt, nun hat es trotz zahlreicher Proteste wieder begonnen. Walfangboote treiben die Delphine in Lagunen, die mit Netzen abgesperrt werden. Die schönsten Exemplare werden für Delfinarien im In- und Ausland ausgewählt, die restlichen werden mit Speeren, Haken und Messern getötet. Tausende von Delfinen fallen auf diese Weise in Taiji, rund 700 Kilometer südlich von Tokio, sowie wenigen anderen Orten Japans, der Treibjagd zum Opfer – mit Billigung der Regierung, die Fangquoten setzt. Die Jagd an der Küste unterliegt nicht der Kontrolle der Internationalen Walfangkommission.
Ein Teil des laut UmweltschützerInnen hochgradig mit Quecksilber verseuchten Fleisches der Kleinwale gelangt später in den Handel. Unterdessen überreichte der amerikanische Delfinschützer Richard O´Barry in Tokio der US-Botschaft eine Liste mit Unterschriften von 1,7 Millionen Menschen in aller Welt, die ein Ende der Delfinabschlachtung in Japan fordern.