Kamerun: 200 Elefanten von Wilderern in Nationalpark getötet

Natur & Biodiversität

Es sei ein regelrechtes „Massaker“ gewesen, schreibt die britische Tageszeitung „Guardian“ in ihrer Berichterstattung über die jüngste Abschlachtung von Elefanten durch Wilderer in einem Nationalpark in Kamerun. In nur sechs Wochen seien 200 Elefanten im Bouba Ndjida Nationalpark getötet worden.

Die NGO „Traffic“ verfolgt den illegalen Handel mit Wildtieren. Sie sieht die Schuld an der markanten Nachfrage an Elfenbein vor allem bei China. Das Land hätte in den letzten Jahren stark in Afrika investiert und die guten Kontakte der in Afrika lebenden chinesischen Arbeiter mit ihrem Heimatland hätten dazu geführt, dass der illegale Handel mit Elfenbein stark zugenommen hätte, schreibt der „Guardian“.

Im letzten Jahr wurden rund 23 Tonnen Elefanten-Stoßzähne von rund 2.500 Tieren konfisziert. Das Elfenbein wird in Asien vor allem zur Herstellung von Schmuck und Kunsthandwerk verwendet.

Guardian: Poachers slaughter 200 elephants in Cameroon national park in six weeks (en)
Guardian: Record ivory seizures point to surge in elephant poaching (en)
NGO „Traffic“(en)