Kampagne für weniger Antibiotika in Tierhaltung

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

In der EU sterben jedes Jahr etwa 25.000 Menschen, weil Antibiotika nicht mehr wirken. Mitverantwortlich dafür ist die unsachgemäße und häufige Anwendung der Medikamente in der Nutztierhaltung. Der deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv) hat daher sieben Fast-Food-Ketten aufgefordert, sich für eine Begrenzung des Antibiotikaeinsatzes einzusetzen.

Der Vzbv untertützt damit eine Kampagne der internationalen Verbraucherschutzorganisation Consumers International. „Fast-Food-Ketten beziehen weltweit riesige Mengen an Milch, Eiern und Fleisch. Sie müssen ihren Beitrag für eine verantwortungsvolle Tierhaltung leisten und sich im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen stark machen“, sagt Sophie Herr, Leiterin des Teams Lebensmittel beim Vzbv. Der Verband hat sieben Fast-Food-Unternehmen (McDonald’s, Kentucky Fried Chicken, Subway, Starbucks, Burger King, Pizza Hut und Vapiano) aufgefordert, einen globalen Aktionsplan zu erarbeiten. Demnach sollten sie unter anderem auf den routinemäßigen Einsatz von Antibiotika, die in der Humanmedizin verwendet werden, verzichten. Es sollten nur einzelne kranke Tiere behandelt werden, nicht wie üblich ganze Tiergruppen. Die Firmen sollten sich zudem verpflichten, eine unabhängige Auditierung ihrer Antibiotikapolitik durchführen zu lassen, um die Erfolge dieser Politik messbar zu machen. 

Der Vzbv appellierte an die Fastfood-Ketten, bis zum 23. Dezember 2015 über ihre Unternehmensrichtlinien zu informieren, die für die Verwendung von Antibiotika in Fleisch, Milch und Eierprodukten, die in ihren Restaurants weltweit verkauft werden, gelten. [Quelle, DNR]

Quelle DNR: Kampagne für weniger Antibiotika in Tierhaltung
Vzbv zu Antiobiotikareduzierung bei Fastfood