Kampagne #HandsOffNature

Die Europäische Kommission will wichtige Umweltschutzmaßnahmen rückgängig machen - und bittet Sie um Ihre Meinung. Lassen Sie nicht zu, dass die EU den Naturschutz abbaut.

Überall in Europa hat die Natur bereits zu kämpfen. Die Wälder werden immer dünner, die Flüsse trocknen aus, die Tierwelt verschwindet. Wir verlieren saubere Luft, sauberes Wasser und die Grünflächen, auf die wir angewiesen sind. Und jetzt will die Kommission genau die Gesetze aufweichen, die die Natur und die Menschen schützen sollen.

 

Einige Entscheidungsträger nennen es „Vereinfachung“ oder „Bürokratieabbau“, während in Wahrheit unsere wichtigsten Umweltschutzmaßnahmen eine nach der anderen abgebaut werden. Was tatsächlich vereinfacht wird, ist der Weg für diejenigen, die von der Zerstörung der Natur auf Kosten der Allgemeinheit profitieren wollen.

 

Und das alles geschieht im Stillen, wenn die meisten Menschen nicht da sind. Mitten im Sommer hat die Europäische Kommission eine so genannte „Aufforderung zur Einreichung von Beweisen“ veröffentlicht, in der sie Unternehmen, Organisationen und Bürger fragt, ob die EU-Umweltvorschriften aufgeweicht werden sollten.

 

Dies ist Ihre Chance, sich zu Wort zu melden. Schreiben Sie Ihre Botschaft über das Formular auf der rechten Seite, um den Entscheidungsträgern mitzuteilen, dass Sie gegen die Schwächung und Abschaffung von Naturschutzgesetzen sind. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis wir mit unserer gemeinsamen Stimme die Gesetze zum Schutz von Mensch und Natur geschaffen haben. Lassen Sie nicht zu, dass sie in der Stille untergehen.

 

Sie haben bis zum 10. September Zeit, sich Gehör zu verschaffen. Bitte beachten Sie, dass Ihr Beitrag auf der Website der Kommission veröffentlicht wird.


Hintergrund: Omnibus-Pakete vs. Umwelt- und Naturschutz (Quelle: DNR)

Seit Februar 2025 veröffentlicht die EU-Kommission zahlreiche Gesetzespakete, die mittels „Bürokratieabbau“ und „Vereinfachung“ zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit beitragen sollen. Diese sogenannte Omnibus-Verordnungen (lat. omnibus = alle) bündeln mehrere bestehende Regelungen zu einem Themenbereich. Der nun für Herbst 2025 angekündigte „Umwelt-Omnibus“ reiht sich somit in diese Serie von Gesetzesvorschlägen ein. Auf der Überblicksseite der EU-Kommission sind die bisherigen Omnibus-Pakete dargestellt:

  • Omnibus I: Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD und EU-Taxonomie)
  • Omnibus II: Sorgfaltspflichten
  • Omnibus III: Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)

  • Omnibus IV: Vereinfachung des Binnenmarkts

  • Omnibus V: Verteidigung
  • Omnibus VI: Chemikalien

Auch wenn in der Konsultation zum „Umwelt-Omnibus“ der Fokus bislang auf den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Industrieemissionen und Abfallbewirtschaftung liegt, kann die „Liste der zu ergreifenden Maßnahmen“ je nach „Rückmeldungen der Interessenträger“ erweitert werden. Somit könnten auch weitere Umwelt- und Naturschutzgesetzgebungen zur Diskussion gestellt werden, die Industrie, Unternehmen oder Landnutzende schon länger als störend empfinden. Umso wichtiger ist die Beteiligung von vielen Bürger:innen an der Befragung. Sagen Sie Ihre Meinung: #HandsOffNature!   

#HandsOffNature: public engagement tool