Kampf um „Seltene Erden“ geht in die nächste Runde

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Seltene Erden sind Rohstoffe, die für die Produktion vieler Hi-Tech Produkte dringend benötigt werden. Zur Zeit werden mehr als 95% dieser Rohstoffe in China abgebaut.

Im letzten Jahr hat China dieses Marktmonopol strategisch ausgenützt, als das Land nach einem Grenzstreit mit Japan den Export dieser Rohstoffe nach Japan stoppte. In der Folge wurde auch der Export in andere Länder eingeschränkt, auf dem Weltmarkt stieg der Preis für die Seltenen Erden dadurch rasant an.

Im neuen Jahr spitzt sich der Konflikt zu, China verlautbarte vor Kurzem, dass die Exportquoten im ersten Quartal von 2011 um 35% weiter reduziert und zusätzlich die Exportsteuern auf diese Rohstoffe erhöht werden würden. Außerdem sagte die Regierung dem illegalen Abbau von Seltenen Erden im eigenen Land den Kampf an - rund 50% der international verkauften Seltenen Erden stammen zur Zeit aus illegalen Bergwerken in China.

Die internationale Staatenwelt sucht immer fieberhafter nach Alternativen. In den USA wird ab dem nächsten Jahr der Abbau in einem seit 2002 stillgelegten Bergwerk im Besitz der Minengesellschaft Molycorp wieder aufgenommen. Das Bergwerk am kalifornischen Mountain Pass war bis 2002 das größte Bergwerk der Welt, in dem Seltene Erden abgebaut wurden, es wurde damals aus Kostengründen stillgelegt.

Auch andere Länder - zum Beispiel Australien, Kanada, einige asiatische Länder - versuchen zur Zeit wieder, eigene Vorkommen zu erschließen oder erwerben Minen im Ausland.

NY Times: U.S. Called Vulnerable to Rare Earth Shortages (en)
NY Times: China to Tighten Limits on Rare Earth Exports (en)
NY Times: In China, Illegal Rare Earth Mines Face Crackdown (en)
Guardian: Rare earth metals mine is key to US control over hi-tech future (en)
Financial Times Deutschland: Konkurrenz für Chinas seltene Erden wächst