Katastrophenfonds: Fünf Millionen Euro für Dürreschäden in der Landwirtschaft
Klima & Energie
Das Finanzministerium wird aus dem Katastrophenfonds fünf Millionen Euro für Dürreschäden in der Landwirtschaft zur Verfügung stellen, informiert das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Bereits in der nächsten Woche soll ein entsprechender Beschluss im Ministerrat erfolgen.Die Hitze und ausbleibende Niederschläge haben zu erheblichen Schäden in der Landwirtschaft geführt. Betroffen sind Acker- und Futterflächen vor allem in Ost- bzw. Südostösterreich. Das Ausmaß der gesamten Dürreschäden ist derzeit noch nicht voll abschätzbar. Das BMLFUW erhebt die Schäden laufend.
Die Mittel aus dem Katastrophenfonds können von den Bundesländern verdoppelt werden. Damit stehen insgesamt bis zu 10 Millionen Euro zur Verfügung. Weiters wird ein Pilotprojekt für eine Versicherung gegen Dürreschäden finanziell unterstützt. Ziel ist, den Landwirten mit Prämienzuschüssen den Einstieg in ein Versicherungssystem zu erleichtern. Vorerst werden die Mittel für ein bis 2018 laufendes Pilotprojekt zur Verfügung gestellt.
„Wir müssen die Bäuerinnen und Bauern dabei unterstützen, sich an häufige Extremwetterlagen und damit an den Klimawandel anzupassen. Durch Zuschüsse zu den Versicherungsprämien geben wir ihnen die Möglichkeit, eigenständig Risikovorsorge zu betreiben", sagt Landwirtschaftsminister Rupprechter.
Bereits in der Vorwoche hat Rupprechter Sofortmaßnahmen in die Wege geleitet, um eine Futtermittelknappheit durch die Dürre zu verhindern. Die sogenannten Grünbrache-Flächen dürfen als Futterflächen genützt werden, ebenso die Acker-Biodiversitätsflächen.