Kein Schadensersatz für zerstörten Gentech-Weizen

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Mehrere Aktivisten, die 2008 gentechnisch veränderte Weizenpflanzen auf einem Versuchsfeld in Sachsen-Anhalt in Deutschland zerstört haben, müssen keinen Schadensersatz zahlen. Die von den Gentechnikern geforderten 250.000 Euro erschienen dem Landgericht Magdeburg nicht plausibel, berichtet der Informationsdienst Gentechnik.

Die Richter waren von der tatsächlichen Höhe des Schadens, den das Institut für Pflanzengenetik (IPK) auf eine Viertelmillion bezifferte, nicht überzeugt. Die Beweise reichten nicht aus. Das IPK kann aber noch in Berufung gehen.

Die Gruppe „Gendreck-weg - Initiative Freiwillige Feldbefreiung“ begrüßt das Urteil. „Was in Gatersleben geschah, war ein skandalöser Versuch“, sagt eine der Beteiligten, Susanne Meyer-Mähne, die acht Jahre zurückliegende Aktion. „Wir gingen auf das Feld, um die Gefahr für die alten Getreidesorten der Genbank durch den gentechnisch veränderten Weizen zu beenden.“ In der Genbank der IPK in Gatersleben in Sachsen-Anhalt werden über 3.000 Pflanzensorten aufbewahrt. Eine etwaige Kontamination mit DNA des gentechnisch veränderten Weizens würde diese Vielfalt bedrohen.

Informationsdienst Gentechnik: Kein Schadensersatz für zerstörten Gentech-Weizen