Klage von Konsumentenschutzorganisationen gegen EU-Agentur ECHA wegen mangelnder Transparenz über giftige Chemikalien
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
KonsumentenschützerInnen wollen Informationen über Produktionsbetriebe von giftigen Chemikalien.Die Europäische Chemikalienagentur ECHA ist für die Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien (REACH) zuständig.
Informationen über die Chemikalien stehen KonsumentInnen online zur Verfügung, nicht aber Informationen über die Betriebe, in denen diese Chemikalien hergestellt werden.
Die Konsumentenschutzorganisationen ClientEarth und ChemSec reichten deshalb gegen ECHA eine Klage vor dem Gericht der Europäischen Union ein und fordern die Freigabe von Informationen zu Produktionsstätten, die 365 potentiell gefährliche Chemikalien produzieren, berichtet die online Zeitschrift EurActiv.
„Für den Schutz der öffentlichen Gesundheit ist es essentiell, dass man weiß, wer gefährliche Stoffe produziert und in welchem Ausmaß“, meint Jerker Ligthart, Kampagner bei ChemSec.
ChemSec fordert auch, dass insgesamt 378 Substanzen in ECHA’s Liste von SVHC-Stoffen (substances of very high concern) aufgeommen werden. Die Liste umfasst zur Zeit nur 47 Chemikalien.
EurActiv: EU agency sued for transparency on toxic chemicals