Klima Biennale: Dialog-Raum zwischen Klimabewegung und Öffentlichkeit

Von Freitag, 17. Mai bis 23. Juni schlagen dabei österreichische und internationale Aktivist:innen der Klimagerechtigkeitsbewegung im Volkskundemuseum ihr selbstorganisiertes Camp auf. Von den Fridays For Future und Jugendrat über die Letzte Generation bis zu Attac und GLOBAL 2000 - insgesamt kommen mehr als zwanzig Gruppen und NGOs ins Gespräch über aktivistische Strategien und politische Ziele. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, die vielfältige Bewegung kennenzulernen, mit Menschen hinter den Initiativen ins Gespräch zu kommen und darüber zu diskutieren, wie die drohende Klimakatastrophe noch abzuwenden ist. Gleichzeitig laden die Wiener Festwochen mit dem "Rat der Freien Republik Wien" im ersten Stock des Museums zu Hearings.

Attac ist mit zwei Veranstaltungen im Volkskundemuseum präsent. Am 11. und 12. Juni finden ein Filmscreening und ein Workshop zu Ungleichheit, Verteilungsgerechtigkeit, Vermögenssteuern statt, am 14. Juni folgen Workshops und ein Talk zu Vergesellschaftung und Wirtschaftsplanung. “Soziale und ökologische Gerechtigkeit statt Profitmaximierung und Konzernmacht sind die Basis für eine demokratische Gestaltung der Wirtschaft. Nur wenn wir die Wirtschaft grundlegend neu denken, können wir einen gerechten Ausweg aus der Klimakrise gestalten. Unsere Veranstaltung machen den Raum auf, Wege dorthin zu diskutieren und ehrlich zu reflektieren, was nicht funktioniert", erklärt Hanna Braun von Attac.

In Summe mehr als 50 Programmpunkte, ein Großteil davon öffentlich, sorgen fünf Wochen lang täglich für ein spannendes Programm. Dazu zählen das Vernetzungs-Event des Civil Action Networks am 16. Juni, Berichte von System Change not Climate Change über die aktuelle Besetzung in der Fischa-Au nahe Wiener Neustadt, Protest-Trainings der Letzten Generation, einem zweitägigen Workshop der Radikalen Töchter zu Macht und Aktionskunst, wöchentlich stattfindende Schulworkshops des Jugendrats und vieles mehr.

Die Gestaltung des Aktivismus-Camps ist ein Experiment. “Wir werden sehen, was entsteht, wenn die selbstorganisierte Klimabewegung auf den institutionell-kulturellen Kontext der Klima Biennale und die Wiener Festwochen trifft”, erklärt Braun. Alle Termine, Programm und beteiligten Gruppen finden sich auf der Webseite der Klima Biennale und im Camp-Kalender.

Ab 17. Mai: Klima Biennale öffnet Dialog-Raum zwischen Klimabewegung und Öffentlichkeit