Klimaforschung aus dem All: ESA-Satellit vermisst Eisdecken der Erde

Klima & Energie

Wie schnell schmelzen die weltweiten Eisschichten? – Satellit untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf die Polargebiete.

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat Anfang April 2010 den Satelliten Cryosat-2 in Position gebracht. Der Satellit soll in den kommenden Jahren die Dicke des Eises auf der gesamten Erdoberfläche zentimetergenau vermessen und damit klären, welche Auswirkungen die globale Erwärmung auf die Eisschichten der Erde hat. Die KlimaforscherInnen wollen vor allem untersuchen, welchen Einfluss Wind, Meeresströmungen, Luft- und Wassertemperatur auf das Eis haben. Mit den Daten von Cryosat erhalten ForscherInnen erstmals konkrete Einblicke in die Eisbildung und Eisschmelze in den Polargebieten. Das Projekt ist vorerst für fünf Jahre angesetzt, die beteiligten ForscherInnen hoffen jedoch auf eine Fortführung, um auch langfristige Klimatrends beobachten zu können.

ESA Cryosat-2 (en)
Artikel auf EurActiv.com (en)