Klimakrise zweitwichtigstes Anliegen für EU-BürgerInnen

9. Aug 19

Eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass das Thema Klimawandel hinter Zuwanderung das wichtigste für die EU-BürgerInnen ist. Außerdem zeigt sich ein deutlicher Anstieg der Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Europäischen Union. 

Trotz eines starken Rückgangs (- 6 Prozentpunkte seit Herbst 2018) bereitet auf EU-Ebene die Zuwanderung die meisten Sorgen (34 % der Antworten). Der Klimawandel‚ der im Herbst 2018 noch an fünfter Stelle lag, ist nun nach einem starken Anstieg (+ 6 seit Herbst 2018) das zweitwichtigste Anliegen. 

Das Vertrauen in die EU ist so groß wie seit 2014 nicht mehr und nach wie vor größer als das Vertrauen in nationale Regierungen oder Parlamente. Das Vertrauen in die EU ist in 20 Mitgliedstaaten gestiegen, wobei die besten Werte in Litauen (72 %), Dänemark (68 %) und Estland (60 %) verzeichnet wurden. Der EU „eher vertrauen“ mehr als die Hälfte der Befragten in Luxemburg (59 %), Finnland (58 %), Portugal (57 %), Malta und Schweden (jeweils 56 %), Bulgarien und Ungarn (jeweils 55 %), Irland, Polen, den Niederlanden und Zypern (alle 54 %), Rumänien und Österreich (jeweils 52 %) sowie in Lettland und Belgien (jeweils 51 %). 

Die aktuelle Standard-Eurobarometer-Umfrage wurde nach den Wahlen zum Europäischen Parlament zwischen dem 7. Juni und dem 1. Juli 2019 in allen 28 EU-Mitgliedstaaten und in fünf Kandidatenländern durchgeführt.
 

EU-Kommission: Standard-Eurobarometer-Umfrage Frühjahr 2019