Klimaschutzbericht 2011: Kyotoziel wird klar verfehlt
Klima & Energie
Am 12. Juli wurde der Klimaschutzbericht 2011 des Umweltbundesamtes präsentiert.Österreichs Treibhausgas-Emissionen gingen im Jahr 2009 im Zuge der Wirtschaftskrise zwar zurück auf 80,1 Mio. Tonnen (CO2-Äquiv), die Kyoto-Ziele werden trotzdem um 5 Mio. Tonnen CO2-Äquiv. verfehlt. Neben dem bekannten Problemkind Verkehr, zeigt der Klimaschutzbericht 2011, dass insbesondere die nicht dem Emissionshandel unterliegenden Bereiche der Sektoren Energieaufbringung (2,1 statt 1,6 Mio. Tonnen) sowie Industrie und produzierendes Gewerbe (5,9 statt 3,9 Mio. Tonnen) die sektoralen Ziele massiv verfehlen (KSB 2011 S. 27&S28). Dies ist insbesondere von Interesse, da Österreich im Rahmen der europaweiten Lastenaufteilung im Nicht-Emissionshandelsbereich für die Jahre 2013 – 2020 ein verpflichtender Zielerreichungspfand von – 16% vorliegt.
Das Urteil des Klimaschutzberichtes ist klar, die Kyoto-Ziele werden verfehlt (Gesamtlücke von 30 Mio. Tonnen CO2-Äquiv.), die langfristigen Reduktionsziele 2030 können mit den derzeit bestehenden Maßnahmen nicht erreicht werden. Zusätzliche Maßnahmen (Klimaschutzgesetz, Energieeffizienzgesetz, ökolog. Steuerreform) sowie die Stabilisierung des Endenergieeinsatzes sind für die Erreichung unsere Klimaziele unumgänglich. (Mag. Roland Jöbstl/Umweltdachverband)