Klimaverhandlungen: China drängt EU in Führungsrolle

Klima & Energie

Der oberste chinesische Klimaverhandlungsführer, Su Wie, hat bei einem Treffen mit der EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard geäußert, dass die Europäische Union bei den weltweiten Klimaverhandlungen weiterhin die Führungsrolle übernehmen soll.
Europa solle nicht nachlassen, sondern den Druck auf Industrieländer, die das Kyoto-Protokoll noch nicht ratifiziert haben, erhöhen. Wei betonte, dass China eine zweigleisige Verhandlungsprozess bevorzugt, nach dem die reichen Länder ihre rechtsverbindlichen Verpflichtungen zu Emissionskürzungen nach dem Kyoto-Protokoll beibehalten, während andere Länder im Rahmen der UN-Klimakonvention ähnliche Verpflichtungen eingehen. Wei drückte die Hoffnung aus, dass die EU ihre Verpflichtungen einhalte und ihre Emissionsreduktionsziele für 2020 auf 30% erhöhen werde. "Sie sollte bis 30% gehen, aber nicht bevor die USA ihre Zielsetzungen festlegen", so Su Wie.

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