Klimawandel als zentrales Thema der globalen Außenpolitik?
Klima & Energie
Der britische Außenminister fordert in einer Rede eine stärkere globale Berücksichtigung des Klimawandels in außenpolitischen Belangen.Der britische Außenminister William Hague hat vor dem Council on Foreign Relations in New York in einem Vortrag mit dem Titel „The Diplomacy of Climate Change“ den Klimawandel als „größte außenpolitische Herausforderung des einundzwanzigsten Jahrhunderts“ bezeichnet. „Eine Welt, die nicht auf den Klimawandel reagiert, ist eine Welt, die nicht die Werte der UNO beachte und in der Wettbewerb und Konflikt über der Zusammenarbeit stehen“, so Hague. Er sieht in der gemeinsamen Bekämpfung des Klimawandels auch die Chance einen Weg der globalen Zusammenarbeit zu beschreiten, der auch in anderen Bereichen eine engere globale Kooperation ermöglicht. In diesem Zusammenhang betont Hague wie wichtig die Schaffung einer verbindlichen globalen Vereinbarung zur Bekämpfung des Klimawandels wäre. Nur ein globales Abkommen könne das notwendige Vertrauen für die weltweite Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft schaffen, so der britische Außenminister. Hague sieht in der Bekämpfung des Klimawandels „eine Untermauerung unseres Wohlstandes und unserer Sicherheit“. Um ein Zeichen zu setzen, soll Europa seine CO2-Emissionen bis 2020 um 30 Prozent senken.