Klimawandel führt schon heute zu Gesundheitsgefahren

Bereits heute beeinflusst die globale Klimaerwärmung unsere Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt die Lancet-Kommission in ihrem Bericht „The Lancet Countdown on health and climate change: from 25 years of inaction to a global transformation for public health“. Die ForscherInnen aus 24 Organisationen warnen außerdem vor der Gefahr, dass sich die globale Gesundheitsversorgung erstmals wieder verschlechtern könnte, wenn die Bekämpfung des Klimawandels und das Pariser Klimaabkommen nicht ernster genommen werden.

Der Klimawandel lässt die Anzahl der wetterbedingten Naturkatastrophen ansteigen, was zu Todesfällen und enorme wirtschaftliche Schäden. Durch zunehmende Hitzewellen leiden immer mehr Menschen an gesundheitlichen Folgen. Auch die Arbeitsproduktivität sank zwischen 2000 und 2016 um 5,3 %, da es in Ländern des globalen Südens an manchen Tagen zu heiß ist, um draußen zu arbeiten. Milliarden Menschen sind von der zunehmenden Luftverschmutzung betroffen. Sie verursachte allein 2015 803.000 vorzeitige und vermeidbare Todesfälle in 21 asiatischen Ländern.

Negative Folgen für die Gesundheit vieler Menschen haben auch Rückgänge in der landwirtschaftlichen Produktion durch den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur. Bemerkbar macht sich das vor allem in der Ernährungssituation der ärmsten Länder in Afrika und Asien. Nachdem die Zahl der Hungernden seit 1990 lange zurückging, ist in den letzten Jahren eine Zunahme zu beobachten, die auf den Klimawandel zurückzuführen ist.

Der Bericht zeigt, dass die Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit bereits jetzt wissenschaftlich erkennbar sind und wie hoch der Handlungsbedarf ist konkrete Maßnahmen umzusetzen, um die Klimaerwärmung zu stoppen.

 

orf.at: Folgen des Klimawandels schon heute drastisch

Lancet-Bericht