Klimawandel verringert Nährwertgehalt von Nutzpflanzen
30. Aug 18
Von KlimawandelleugnerInnen wird oft damit argumentiert, dass ein höherer CO2-Gehalt in der Atmosphäre das Pflanzenwachstum fördert. Doch nun zeigt eine neue Studie der Universität Harvard, dass eine höhere Kohlendioxid-Konzentration den Nährstoffgehalt hunderter Nahrungspflanzen verringern wird.
Dass sich Umweltzerstörung und Klimakrise durch den Verlust von nutzbaren Böden sowie mehr Dürren und Hitze negativ auf die weltweite Nahrungsmittelproduktion auswirken, ist schon lange klar. Die neue Harvard-Studie zeigt nun auch, wie sich wichtige Nutzpflanzen wie Getreide und Hülsenfrüchte bei einer deutlich steigenden CO2-Konzentration verhalten.
Bei ihrer Studie gingen die ForscherInnen davon aus, dass sich die CO2-Konzentration innerhalb der nächsten 30 bis 80 Jahre auf 550 ppm (parts per million) erhöhen wird. Die mit 225 Nahrungspflanzen in 151 Ländern durchgeführte Studie zeigte, dass in vielen Pflanzen der Gehalt von Eiweißen sowie der Spurenelemente Eisen oder Zink in Pflanzen spürbar sinkt – um drei bis 17 Prozent. Das könnte dazu führen, dass in der zweiten Jahrhunderthälfte zusätzlich 175 Millionen Menschen weltweit von Zinkarmut und weitere 122 Millionen von Eiweißarmut betroffen sein werden.