Klimawandel verursacht in Österreich jährlich bis zu 8,8 Mrd. Euro Schaden bis 2050

Klima & Energie

Österreichs Volkswirtschaft wird bis zum Jahr 2050 Schäden, die durch den Klimawandel verursacht werden, in Höhe von bis zu 8,8 Milliarden Euro jährlich zu verkraften haben. Das besagt die im Auftrag des Umweltministeriums und des Klima- und Energiefonds erstellte weltweit erste Studie in dieser Breite zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels, „COIN - Cost of Inaction: Assessing the Costs of Climate Change for Austria“.

Kommen extreme Wetterereignisse wie zum Beispiel ein Jahrhunderthochwasser hinzu, können diese Kosten bis zum Ende des Jahrhunderts laut Angaben des BMLFUW sogar um weitere 41 Milliarden Euro allein im Gebäudesektor ansteigen.

Österreich ist als alpine Region besonders stark vom Klimawandel betroffen, zeigt der „Klimabericht“ auf. Die COIN-Studie beziffert jetzt erstmals die Folgekosten des Klimawandels für Österreich.

Von den Auswirkungen des Klimawandels sind praktisch alle Bereiche betroffen, besonders die menschliche Gesundheit, Energiewirtschaft, Forst- und Landwirtschaft, Tourismus, aber auch Verkehrsinfrastruktur und Gebäude. Die Szenarien wurden unter der Annahme berechnet, dass die globale Erwärmung 2050 die 2-Grad-Grenze nicht überschreitet.

COIN ist ein interdisziplinäres Projekt der Universität Graz mit 42 ForscherInnen aus 18 Forschungsgruppen aus ganz Europa, das durch das Klimafolgenforschungsprogramm ACRP des Klima- und Energiefonds mit 378.000 Euro finanziert wurde. Untersucht wurden zwölf Schlüsselbereiche, die sich mit denen der österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel decken.

BMLFUW Pressemitteilung
Sonderheft „Die Folgeschäden des Klimawandels in Österreich“ der Schriftenreihe „ACRP in essence“
Projektwebsite COIN