Kommerzieller Fischfang bedroht Fortbestand der Albatrosse
Natur & Biodiversität, Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Rund 300.000 Seevögel verfangen sich jährlich in den Netzen der kommerziellen Fischereiflotten, darunter auch viele Albatrosse.Die sogenannte Langleinenfischerei ist eine Art des kommerziellen Fischfangs, bei der an einer Hauptleine mit vielen Köderhaken versehene Nebenleinen ausgelegt sind. Langleinen können viele Kilometer lang sein und mehrere Tausend Köderhaken haben.
Jedes Jahr verfangen sich unzählige Seevögel in diesen Leinen, Schätzungen zufolge finden rund 300.000 Seevögel jährlich so den Tod. Auch die gefährdeten Albatrosse, die größte Vogelart der Welt, verfangen sich immer wieder in den Haken der Langleinen. 17 der 22 bekannten Arten von Albatrossen sind wegen dieser Fischereipraxis vom Aussterben bedroht.
Eine neue Studie der Tierschutzorganisationen RSPB und BirdLife International macht jetzt auf die prekäre Situation dieser Seevögel aufmerksam und fordert politische und gesetzliche Maßnahmen zum Schutz der Tiere. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Endangered Species Research veröffentlicht und ist online gratis abrufbar.
BBC Nature News: Seabirds such as albatrosses killed by longline fishing.
RSPB: Longline fisheries continue to drive albatross declines.
Endangered Species Research: Global seabird bycatch in longline fisheries.