Kommission darf Umweltschutz und Gleichstellung nicht ignorieren

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Zwanzig Umwelt- und Genderorganisationen haben die EU-Kommission Anfang Dezember dazu aufgefordert, die Vorschläge von BusinessEurope zu ignorieren. Die Wirtschaftsvertreter hatten Ende November die Kommission aufgefordert, noch ausstehende EU-Vorschriften zur Geschlechtergleichstellung und zum Umweltschutz fallen zu lassen.

Wie EurActiv berichtet, möchte BusinessEurope insgesamt fünf Gesetzesvorschläge verhindert sehen: ausgewogene Vertretung der Geschlechter in Vorständen, eine Überarbeitung der Richtlinie, welche die Sicherheit und Gesundheit von schwangeren und stillenden Arbeitnehmerinnen betrifft, nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe, das Paket zur Kreislaufwirtschaft und die Finanztransaktionssteuer.

Zwanzig europäische Umwelt- und Gleichstellungsverbände, darunter das European Environmental Bureau (EEB), WWF und Greenpeace wiedersprachen in ihrem Brief an die EU-Kommission den Aussagen der BusinessEurope-Mitteilung. Auch elf Umweltminister hatten in einem Brief gegen die Pläne der EU-Kommission protestiert, zwei geplante Gesetzesinitiativen für eine bessere Luftqualität und für besseres Recycling zurückziehen.

Am 17. Dezember will die Kommission ihr Arbeitsprogramm für 2015 veröffentlichen. Dann wird sich zeigen, ob die Kommission den Empfehlungen von BusinessEurope oder denen der UmweltministerInnen und der Umwelt- und Gleichstellungsverbände sowie den Bürgerinnen und Bürgern Europas folgt. [Quelle, DNR]

Quelle, DNR: Kommission darf Umweltschutz und Gleichstellung nicht ignorieren
EurActiv: NGOs an Timmermans: Gesetze für Gleichstellung und Umweltschutz nicht vernachlässigen
Antwortbrief Umweltverbände
EU-Umweltnews Lobbybrief BusinessEurope
EU-Umweltnews Protestbrief Umweltminister