Kommission legt Aktionsplan für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster vor
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Am 16.7.2008 hat die Europäische Kommission den lang erwarteten Aktionsplan für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster vorgelegt. In dem umfassenden Paket geht es insbesondere darum, wie KonsumentInnen zu „grüneren“ Kaufentscheidungen bewegt werden können, dazu schlägt die Kommission verschiedene Instrumente vor:- Mindeststandards für Energie verbrauchende Produkte und Produkte mit Energiebezug (Fenster, Dämmmaterial): Dazu soll die EuP-Richtlinie über die Ökoeffizienz energiebetriebener Produkte überarbeitet werden.
- Entscheidungshilfen für KonsumentInnen: Überarbeitung des EU-Ökolabels die Blume sowie der EU- Energiekennzeichnungs-Richtlinie (Effizienzklassen A bis G).
- Ökologisierung der Öffentlichen Beschaffung, also der Einkäufe von Behörden und anderen staatlichen Stellen – hier schlägt die Kommission eine ganze Reihe von Maßnahmen vor, darunter eine Verknüpfung mit dem Ökolabel und der Energiekennzeichnung
- Nachhaltigere Produktion: Dazu soll das EU-Umweltmanagementsystem EMAS ausgeweitet werden.
Das Europäische Umweltbüro EEB begrüßt zwar, dass es das Paket endlich gibt, hält es aber nicht für geeignet, den ökologischen Fußabdruck Europas zu verringern. Es handle sich vor allem um eine Zusammenfassung bereits existierender Maßnahmen, deren Synergieeffekte gestärkt werden sollen. Viel zu sehr setzt die Kommission auf freiwillige Vereinbarungen und Regelungen, dies werde für substanzielle Änderungen nicht reichen. Um wirklich Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch zu erreichen, sei die konsequente Umsetzung des Verursacherprinzips sowohl im Einzelhandel als auch in der Industrie, unerlässlich.
Aktionsplan COM(2008)397 (en pdf 163kb)
Deutsche Fassung, sobald verfügbar (COM(2008)397)
Website zum Aktionsplan nachhaltige Konsum und Produktionsmuster (en)
Pressemeldung EEB (en)