Konkurrenz für Nabucco? Kleine Pipelines besser für regionalen Bedarf als Megaprojekte
Klima & Energie
Für die südosteuropäischen Staaten wäre es sinnvoller, drei kleinere Pipelineprojekte ins Auge zu fassen, und sich nicht am Nabucco-Projekt zu beteiligen.Die südosteuropäischen Staaten könnten ihre Interessen in Sachen Erdgasversorgung am besten bedienen, wenn sie sich auf drei billigere, kleinere und leichter umsetzbare Pipelines konzentrieren, so Dr. Theodoros Tsakiris, ein Energieexperte vom Hellenischen Zentrum für Europäische Studien. Um ihre eigenen Interessen zu wahren, sollten sich die Länder von den ins Stocken geratenen Großprojekten – Nabucco und ITGI (Türkei-Griechenland-Italien-Verbindung) – abwenden, und eigene kleinere Projekte in Angriff nehmen. Der Experte spricht hier explizit Bulgarien, Rumänien und Ungarn an, denen die Beteiligung an Nabucco teurer kommen würde, als wenn sie eigene Projekte ins Leben riefen. Die drei Staaten könnten ihre bestehenden Gasleitungsnetze miteinander verbinden und so ihre Versorgung mit Gas absichern. Der Experte schätzt die dabei entstehenden Kosten auf 320 Millionen Euro.