Kritik an falschen Schwerpunkten der EU-Energiepolitik

Klima & Energie

Die Kommissionspläne zur Investition von 3,5 Milliarden Euro für strategische Energieprojekte stoßen auf wenig Gegenliebe. Die Teilnehmer an der Eröffnungsveranstaltung der Sustainable Energy Week am 9. Februar 2009 in Brüssel kritisierten vor allem, dass das Wirtschaftspaket der Kommission zu wenig Anreize zur Steigerung der Energieeffizienz setzt.

Martin Schope vom deutschen Umweltministerium forderte die Regierungen auf, zusätzliche Mittel für Effizienzverbesserungen bereitzustellen. Viel abgewinnen kann Schope auch der Idee, die Mitgliedsstaaten gesetzlich zu einer Verbesserung der Energieeffizienz um 20% bis 2020 zu verpflichten.

Der Europaabgeordnete Claude Turmes (Grüne/LUX) wiederum kritisierte, dass die Kommission keine zusätzlichen Mittel zur Förderung von Energieeffizienz und "grüneren" Gebäuden zur Verfügung stellt. Dass konventionelle Energieerzeuger deutlich höhere Förderungen erhalten als Produzenten erneuerbarer Energie, sei wohl nur durch das starke Lobbying von Energiekonzernen, die keine Veränderung wollten, erklärbar, so Turmes.

EU sustainable energy week