Kritik an Zustimmung der Mitgliedstaaten zu EU-Mercosur-Pakt

Diese Abstimmung im EU-Parlament wird frühestens im März stattfinden. Selbst die Europäische Kommission rechnet mit nur 0,05 Prozent zusätzlichen Wachstum bis 2040 durch den EU-Mercosur-Pakt. Demgegenüber steht die massive zusätzliche Zerstörung von einzigartigen Lebensräumen wie etwa dem Amazonas. Gleichzeitig würden Bäuerinnen und Bauern in Österreich damit in einen ruinösen und unfairen Preiskampf gezwungen. Denn mit dem EU-Mercosur-Pakt würden künftig jährlich große zusätzliche Mengen an Agrarprodukten auf den europäischen Markt gelangen: 99.000 Tonnen Rindfleisch, 180.000 Tonnen Hühnerfleisch, 190.000 Tonnen Zucker, 650.000 Tonnen aus Zuckerrohr gewonnenes Ethanol, 1.000.000 Tonnen Mais sowie 45.000 Tonnen Honig. Die für Landwirt:innen in Aussicht gestellten Sicherheitsklauseln und Förderungen kritisiert Greenpeace als reinen Beschwichtugungsversuch. Bäuerinnen und Bauern haben das auch längst erkannt und geben ihren Widerstand gegen EU-Mercosur in ganz Europa nicht auf. Auch das Argument, man müsse mit dem EU-Mercosur-Pakt gerade in Anbetracht von Trump und Co. die Handelsbeziehungen mit Südamerika aus geopolitischen Gründen stärken, bezeichnet Greenpeace als Trugschluss. 

Greenpeace fordert alle österreichischen EU-Abgeordneten dazu auf, bei der entscheidenden Abstimmung im Europäischen Parlament gegen den katastrophalen EU-Mercosur-Pakt zu stimmen. Insbesondere die SPÖ darf nicht umfallen und muss bei ihrer jahrelangen klaren Ablehnung bleiben.

Greenpeace kritisiert Zustimmung der Mitgliedstaaten zu EU-Mercosur-Pakt