Landwirtschaftsministerium: Österreich und Frankreich wollen Sojaimporte aus Übersee reduzieren

„Gemeinsam mit Frankreich haben wir eine EU-Eiweißstrategie angestoßen. Damit wollen wir Sojaimporte aus Übersee künftig deutlich reduzieren und den Versorgungsgrad in der EU erhöhen. Das ist mehr als notwendig, denn derzeit produziert die EU nur rund 1 % des weltweiten Sojabedarfs. Wir fordern die EU-Kommission nochmals nachdrücklich auf, rasch eine EU-Eiweißstrategie vorzulegen. Österreichs Versorgung mit pflanzlichem Protein für die Fütterung liegt bei über 80 %. Dennoch ist Österreich von Importen abhängig – rund 500.000 Tonnen Sojabohnen und Sojaschrot werden für die menschliche Ernährung und Fütterung pro Jahr eingeführt“, so Totschnig.

Am 17. Dezember 2021 unterzeichneten Österreich und Frankreich eine Deklaration zu pflanzlichem Protein. Die Kernforderung richtete sich dabei an die EU-Kommission, einen Vorschlag für eine EU-Eiweißstrategie vorzulegen. Dieser österreichisch-französische Vorstoß wurde von 19 weiteren Mitgliedsstaaten mitgetragen und schließlich von der EU-Kommission aufgegriffen. Der angekündigte Vorschlag ist längst ausständig.

Österreich und Frankreich wollen Sojaimporte aus Übersee reduzieren