Lassingtal: Naturschutzgebiet könnte an Entschädigungsforderungen scheitern
Es waren erfreuliche Pläne, die im letzten Jahr präsentiert wurden: Das steirische Lassingtal, eines der schönsten und naturbelassensten Waldgebiete Österreichs, sollte als Wildnisgebiet ausgewiesen werden. Ein wichtiger Zwischenschritt zur möglichen Ernennung zum UNESCO-Weltnaturerbe. Doch nun könnte sich die Ausweisung zerschlagen – NaturschützerInnen befürchten eine internationale Blamage Österreichs.
Spießen dürfte sich die Entscheidung um das Wildnisgebiet an den Entschädigungsforderungen der Bundesforste. Franz Maier, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes (UWD) kritisierte die Forderungen als überzogen. „Schutzgebiete dürfen nicht zur Cash Cow für die Staatsförster verkommen“, so Maier, der Naturschutzlandesrat Anton Lang und die Bundesforste aufforderte, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Andernfalls sollten die Verhandlungen auf höherer politischer Ebene fortgeführt werden. „Das Lassingtal ist eines der hochwertigsten Naturwaldgebiete Österreichs. Sein Schutz als Wildnisgebiet ist unerlässlich. Es wäre ein eklatantes Politikversagen, wenn dieses Naturschutzprojekt scheitert“, so Maier in einer Aussendung.