Lebensmittel aus der EU als Exportschlager

Qualitativ hochwertige Lebensmittel aus der EU sind weltweit beliebt und wichtige Exportgüter vieler Mitgliedstaaten. Darunter fallen besonders jene, die unter das System der geschützten geografischen Angaben (ggA) fallen. Doch hier warnt Europol, dass immer mehr gefälschte Produkte gefunden werden.

Zuletzt hatte die EU-Landwirtschaft wegen Exportsanktionen und Preisschwankungen etwas geschwächelt. Auch das Embargo gegen Russland traf viele exportorientierte ProduzentInnen hart. So wurden vor diesem Waren im Wert von 5,5 Milliarden Euro nach Russland ausgeführt.

Trotzdem haben die Exporte landwirtschaftlicher Nahrungsmittel aus der EU zuletzt einen neuen Rekordwert erreicht: Laut Eurostat betrugen sie 2016 130,7 Milliarden Euro. Größte Abnehmer sind die USA und China außerdem wachsten Absatzzahlen in neuen Märkten in Asien, wie in Japan, Vietnam und Südkorea sowie Singapur, den Philippinen und Indonesien. Beliebteste Waren sind dabei Wein, Olivenöl und Frischgemüse.

Doch dabei gibt es auch ein großes Problem: Produktfälschungen. Derzeit sind 1402 Produkte EU-weit durch ggA-Labels (geschützten geografischen Angaben) geschützt. Diese werden immer öfter gefälscht. Nach Angaben des EU-Amtes für Geistiges Eigentum (EUIPO), waren 9 Prozent aller ggA-Produkte auf dem EU-Markt im Jahr 2014 gefälscht, das entspricht einem Wert von 4,3 Milliarden Euro. Tendenz steigend. Die meisten gefälschten Produkte stammen aus China. Auch die Türkei wird als wichtiger Umschlagplatz angesehen.

 

Euractiv: EU-Lebensmittelexporte wegen hoher Qualität beliebt