Leck im Golf von Mexiko: Endgültige Lösung im September?
Natur & Biodiversität
Bis Ende September 2010 möchte BP jenes Tiefsee-Bohrloch, das im Golf von Mexiko eine der größten Umweltkatastrophen verursacht hat, permanent abdichten.Laut Angaben des Energiekonzerns BP wird das am 20. April leckgeschlagenen Tiefsee-Bohrloch im Golf von Mexiko bis Ende September endgültig versiegelt. Dies wird möglich, da Anfang September das ramponierte Sicherheitsventil über der Ölquelle am Meeresgrund ersetzt werden konnte.
In einem letzten Schritt wird das Bohrloch nun mit Schlamm und Zement von unten verschlossen. Zwar ist nach Konzernangaben seit Mitte Juli, als eine riesige Stahlkappe über das defekte Ventil gestülpt wurde, kein Öl mehr in den Golf von Mexiko geflossen. Mit einer permanenten Versiegelung würde jedoch wieder etwas Ruhe in die Region einkehren.
Nach dem Untergang der Offshore-Plattform „Deepwater Horizon“ sind mehrere Millionen Barrel Öl in den Golf von Mexiko geflossen - mit verheerenden Auswirkungen auf die Menschen und die Umwelt der Region.
BP beziffert die bisherigen Kosten für das Unternehmen mit 8 Milliarden Dollar, rechnet aber vor allem aufgrund von Schadenersatzforderungen mit zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe. Das Unternehmen versucht indes Bewilligungen für weitere Ölförderungen vor der Küste der USA zu erhalten um so die Schadenersatzforderungen durch neue Erlöse abzufangen.