Madagaskar: Lokale Bevölkerung bekämpft erfolgreich illegale Waldrodung
Natur & Biodiversität
Intensive Zusammenarbeit zwischen BürgerInnen, NaturschützerInnen und lokalen Behörden führt zu Erfolgen im Kampf gegen die illegale Rodung des Regenwaldes auf Madagaskar.Der Tsitongambarika-Wald auf Madagaskar ist Heimat für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten und der größte noch existierende Regenwald in Madagaskar. Das Holz des Waldes ist sehr wertvoll, weshalb die illegale Rodung in diesem Gebiet ein großes Problem ist.
Die Tierschutzorganisation Asity Madagascar griff deshalb zu einer ungewöhnlichen Maßnahme, um die lokale Bevölkerung für den Tier- und Naturschutz zu begeistern. Die Organisation investiert in lokale Projekte, zum Beispiel in den Bau von Schulen oder in eine bessere Wasserversorgung für die Bevölkerung, falls die Einwohner Beweise liefern können, welche die illegale Rodung des Waldes dokumentieren.
Jetzt konnten anhand von Fotos und Videoaufnahmen die illegale Rodung des Waldes bewiesen und die abgeholzten Bäume und Lastwagen beschlagnahmt werden.
„Der Erfolg dieser Aktion zeigt, dass die einheimische Bevölkerung sehr erfolgreich mit NaturschützerInnen und Behörden zusammenarbeiten kann, wenn sie angemessene Unterstützung erhält sowie Anreize, die den Einheimischen zeigen, dass sie auch von dem Schutz der Gebiete profitieren“, so Roger Safford, Kampagnen-Manager der Tierschutzorganisation BirdLife International in einer Presseaussendung.