Millionen tote Meerestiere im Mississippi-Delta: Ursache unbekannt oder Deepwater Horizon?

Natur & Biodiversität

Schockierende Fotos der Wasserpolizei in Louisiana zeigen einen Teppich lebloser Meerestiere im Flussarm Chaland nahe dem Mississippi-Delta: Fische, Krebse, Krabben, Stachelrochen und Aale treiben an der Oberfläche, sogar ein neugeborener Wal war darunter.

Ein Zusammenhang mit der Ölpest nach dem Untergang der Ölplattform Deepwater Horizon – 780 Mio. Liter Öl flossen ins Meer – drängt sich auf. Offiziell gilt die Ursache aber als unbekannt, immerhin könnten auch warme Temperaturen und zu wenig Wind im August und September zur Verringerung des Sauerstoffes im Wasser und zum bislang größten Fischsterben an der Mündung des Mississippi beigetragen haben.

Die Region ist stark von der Fischindustrie abhängig, BewohnerInnen beklagen bereits seit Monaten die Beeinträchtigung ihrer Arbeit durch die Ölpest. Der Ölkonzern BP zahlte bisher 347 Mio. Dollar Entschädigung an die Betroffenen der Region.

Artikel auf Sueddeutsche.de