Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften gesucht

5. Nov 20

Als nachhaltige Alternative zur Nutzung fossiler Rohstoffe und im Einsatz gegen Umweltverschmutzung und Klimawandel wird zunehmend Bioökonomie genutzt. Hierbei handelt es sich um ein Wirtschaftskonzept, bei dem der Einsatz fossiler Rohstoffe und damit die Emission von Treibhausgasen auf ein Minimum reduziert werden.

Im Rahmen des Programms Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) sucht der Klima- und Energiefonds erstmals die „Schwerpunktregion Bioökonomie/Kreislaufwirtschaft“. Dazu wird eine Gemeinde-Partnerschaft gefördert, die mindestens zehn Maßnahmen umsetzt, um zu einer Vorzeigeregion zu werden. Ziel ist es, diese Region sowohl national als auch international als Modell für klimaschutzrelevante Bioökonomie- und Kreislaufwirtschaftsprojekte zu etablieren und damit in weiterer Folge entsprechende Projekte voranzutreiben.

„Österreich hat viele Stärken, die uns dabei helfen, in Sachen Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft zum Musterland zu werden. Wir verfügen über eine Fülle natürlicher Ressourcen und haben bereits jetzt viele innovative Betriebe“, erklärte Umweltministerin Leonore Gewessler. „Fossile Energieträger gehören eindeutig der Vergangenheit an. Umso wichtiger ist es Partnerschaften weiter zu stärken und gute bioökonomische Konzepte voranzutreiben. Dabei soll die Schwerpunktregion Bioökonomie/Kreislaufwirtschaft als Vorbild für andere österreichische Gemeinden fungieren, aber auch darüber hinaus Strahlkraft entwickeln, denn Klimaschutz geht uns alle an.“

Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, fordert: „Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssen wir vom Reden ins Tun kommen! Was wir brauchen ist eine Vielzahl von Maßnahmen, angefangen beim effizienten Materialeinsatz, über die Nutzung von Reststoffen und Nebenprodukten bis hin zur Lebenszeitverlängerung von Produkten. Die Schwerpunktregion zeigt uns mögliche Wege in eine fossilfreie Zukunft auf und setzt diese auch in die Praxis um.“

Einreichberechtigt sind Zusammenschlüsse aus mindestens zwei Gemeinden mit insgesamt mindestens 3.000 bis maximal 150.000 Einwohner*innen. Im Zuge der zweistufigen Ausschreibung muss die Region mindestens zehn Maßnahmen in diesem Bereich konzipieren und im Falle einer Förderung umsetzen. Mit 22. Oktober 2020 hat bereits die erste Stufe der Ausschreibung gestartet. Der Umsetzungszeitraum läuft von August 2021 bis Juli 2024, wobei ein Fördervolumen von einer Million Euro zur Verfügung steht.

 

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Klima und Energie - Modellregionen