Müll-Exporte: 21 Prozent sind illegal

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Inspektionen von Müllentsorgungs-Transporten zeigen, dass durchschnittlich 21 Prozent der Transporte illegal sind.

IMPEL ist ein überstaatlicher Zusammenschluss der Umweltbehörden der EU-Mitgliedstaaten (sowie weiterer fünf Staaten), dessen Ziel es ist, die Umsetzung der EU-Umweltgesetzgebung zu überwachen.

Zwischen Oktober 2008 und März 2011 wurden insgesamt 26.705 Transporte inspiziert, darunter auch 3.897 trans-nationale Abfallentsorgungs-Transporte. Bei insgesamt 21 Prozent dieser Mülltransporte wurden Gesetzesübertretungen im Rahmen der EU-Richtlinie über die Abfallverbringung festgestellt. Bei rund einem Drittel handelte es sich um illegale Transporte, bei denen vor allem Elektroschrott und Fahrzeuge sowie verseuchte Plastikartikel und Papierprodukte nach Afrika und Asien exportiert wurden.

Zusätzlich zu den Inspektionen auf Straßen und Schienen sowie in Häfen wurden 120 Firmen überprüft, um die Angaben auf Dokumenten zu verifizieren. Dabei wurden bei rund 50 Prozent dieser Firmen Unregelmäßigkeiten festgestellt. Im Rahmen von regulären Zoll- und Polizeiaktivitäten wurden weitere 200 illegale Transporte registriert.

UNEP Presseaussendung (en, pdf)