NABU: Die seltenste Delfinart der Welt stirbt aus

Natur & Biodiversität

Nur mehr weniger als 100 Maui-Delfine. Kommerzieller Fischfang ist Schuld an dem Aussterben der Tiere.

Der deutsche Naturschutzbund (NABU) präsentierte letzte Woche auf der World Conference on Marine Biodiversity im schottischen Aberdeen neueste Forschungsergebnisse über die Auswirkungen des kommerziellen Fischfangs auf die Tierwelt.

Laut NBU ist seit der Einführung der Kiemen- und Schleppnetzfischerei in den Siebzigerjahren die Zahl der ausschließlich an der neuseeländischen Küste beheimateten Hector-Delfine von 29.000 auf weniger als 8.000 zurückgegangen. Von ihrer Unterart, den Maui-Delfinen, soll es heute nur mehr weniger als 100 Stück geben.

Neben dem kommerziellen Fischfang sind auch die Hobbyfischer eine große Bedrohung für die Delfine. Tausende neuseeländische Hobbyfischer fischen mit Kiemennetzen, die bis zu 60 Metern lang sind. „Fischer melden nicht, wenn sie Delfine in ihren Netzen finden, sondern lassen die toten Tiere verschwinden“, kritisiert Barbara Maas, Artenschutzexpertin der NABU International Naturschutzstiftung.

Hector- und Maui-Delfine leben in flachen Küstengewässern und sind daher besonders anfällig für Beifang, aber auch für Umweltverschmutzung, Kollisionen mit Bootpropellern und marinen Bergbau, berichtet NABU. Die Delfine pflanzen sich außerdem nur sehr langsam fort und sind daher durch den Verlust auch nur weniger Tiere in ihrer Existenz gefährdet.

NABU: Die seltenste Delfinart der Welt stirbt aus.