Nach der Wahl: Umweltdachverband und Mitgliedsorganisationen präsentieren umweltpolitische Meilensteine für das neue Regierungsprogramm

Energie

Der Umweltdachverband (UWD), die Naturfreunde, der Naturschutzbund sowie das Forum Wissenschaft & Umwelt präsentierten heute ihre umweltpolitischen Meilensteine für das neue Regierungsprogramm.

„In den kommenden Wochen werden die Weichen für die Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik unseres Landes für die nächsten fünf Jahre gestellt. Der UWD und seine Mitgliedsorganisationen haben ein Positionspapier erstellt, das die notwendigen Schritte nennt“, sagt Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.

„Um Österreichs Wasserreichtum zu bewahren, sind ein Baustopp für Kraftwerksprojekte in potenziellen Natura 2000-Gebieten sowie die Sicherstellung des öffentlichen Besitzes an der Wasserversorgung notwendig“, so Heilingbrunner.

Im Bereich Energie und Klima fordert Reinhold Christian, Präsident des Forum Wissenschaft & Umwelt, eine Überarbeitung der Energiestrategie sowie eine Erhöhung der europäischen Klimaschutzziele. „Der aktuelle Weltklimabericht, der erneut drastische Folgen des Klimawandels auch für Österreich vorhersagt, muss endlich Konsequenzen zeitigen", so Christian.

Was die ländliche Entwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik anbelangt, sei es wichtig, eine 50 %-ige nationale Kofinanzierung sicherzustellen. „Im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung des ländlichen Raums und der Erhaltung der bäuerlichen Kultur sowie der Naturlandschaften unseres Landes muss Österreich unbedingt der nationalen 50 %-igen Kofinanzierung der Umweltagrarmittel zusagen“, erklärt Heilingbrunner.

Roman Türk, Präsident des Naturschutzbundes, bekräfitigt die Forderung nach einer konsequenten Umsetzung der europäischen Biodiversitätsziele, der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie der Vogelschutz-Richtlinie.
„Um weitere Verzögerungen bei der vertragskonformen Umsetzung der FFH- und der Vogelschutz-Richtlinie – Stichwort Natura 2000 – zu vermeiden, eine nationale Biodiversitätsstrategie zu verankern und die Finanzierung von Natura 2000 zu sichern, muss die künftige Regierung eine Bundesrahmenkompetenz für den Naturschutz schaffen."

Detaillierte Informationen über die präsentierten Vorschläge und Forderungen finden Sie auf der Webseite des Umweltdachverbandes sowie in der neuen facten.lage.

Presseaussendung: „Eine stärkere Stimme für die Umwelt!“
facten.lage: Forderungen für eine aktive Umwelt- und Naturschutzpolitik